Jahrbuch Fernsehen

Das Jahrbuch Fernsehen als Printversion

Das neue JAHRBUCH FERNSEHEN 2013 - bestellbar ab Mitte Juli.

Das JAHRBUCH FERNSEHEN „bündelt die treffendsten Analysen mit den kreativsten Kritiken und zahllosen Hintergrundinformationen zum Genre.“ (Spiegel Online) und ist mit seinem aufwändigen und aktuellen Service- und Adressenteil „unverzichtbarer Wegbegleiter durchs Jahr“ (NZZ) und anerkannte Standardpublikation der deutschen TV-Landschaft. Es erscheint seit 1991.

Die Herausgeber – das Grimme-Institut, die Deutsche Kinemathek, die „Funkkorrespondenz“, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik – bürgen für die journalistische Qualität und medienpolitische Unabhängigkeit der Publikation. » mehr...

Service-Datenbank

Das Jahrbuch Fernsehen als Onlineversion mit Jahrbuch-Datenbank und Essays

Seit 2012 wurde das Jahrbuch Fernsehen um eine neue Online-Datenbank erweitert, mit der die gesamte Adressdatenbank des Printjahrbuchs mit über 2.000 Adressen und Fakten zur deutschen und internationalen Medienszene mobil und flexibel genutzt werden kann. Online-Kunden haben jetzt die Möglichkeit alle Daten zu Regionalen und Überregionalen TV-Anbietern, Netz- und Satellitenbetreibern, Redaktionen, Produktionsfirmen, Werbezeitenvermarktung, Medien- und Marktforschung, Institutionen, Aus- und Weiterbildung in der Medienbranche, Branchenterminen, Festivals, Nationale und Internationale Fernsehpreisen sowie Print- und Onlinediensten in erweiterter Form interaktiv verwenden. Darüber hinaus sind alle medienpolitischen Essays der Ausgabe 2012 online verfügbar und im Angebot zur Nutzung mit inbegriffen. 
» mehr...

Essay-Leseproben

Will TV find me?

Fernsehen nach Facebook und im Zeitalter des "Long Tail"
Von Holm Friebe

Ich bin ein Kind der TV-Ära. Im Wohnzimmer meiner Kindheit nahm der Fernseher neben der bildungsbürgerlichen Kompetenztapete – dem gut gefüllten Bücherregal – noch einen prominenten Platz ein. Dementsprechend prominent ragt das Fernsehen in meine Kindheitserinnerungen (natürlich nur Öffentlich-Rechtliches, die Privaten kamen ja erst später): Kränkelnde Vormittage verbrachte man vor den halbstündigen Schulfernseh-Sendungen im Dritten. Zum täglichen Ins-Bett-geh-Ritual gehörte die „Sesamstraße“. Sonntags, vor Vaters „Presseclub“ gab es die „Sendung mit der Maus“. Die Samstagabende bei den Großeltern gehörten – im Schlafanzug und mit einem Teller Apfelschnitzen – den großen Familien-Shows, „Verstehen Sie Spaß?” und allen voran „Wetten, dass...?”.

Florian Illies beschreibt in „Generation Golf”, seinem Portrait der Um-die-1970-Geborenen, diese Ur-Szene unserer zeitgleichen Jugend direkt am Anfang des Buches: „Ich bin zwölf und und neben den grünen Augen von Sonja, sonntags im Kindergottesdienst, ist das Aufregendste am ganzen Wochenende die Eurovisionsmusik vor ,Wetten, dass … ?’. Es war damals selbstverständlich, dass man ,Wetten, dass … ?’ mit Frank Elstner guckte, niemals wieder hatte man in späteren Jahren solch ein sicheres Gefühl, zu einem bestimmten Zeitpunkt genau das Richtige zu tun.”

Was hier mit einem Funken Wehmut und leiser Ironie seziert wird, sind die späten Ausläufer der Massenkultur einer nivellierten Mittelstandsgesellschaft, die auf Synchronizität angelegt war und in der das Fernsehen als Lagerfeuer-Ersatz ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt stiftete. Dass alle zur gleichen Zeit das gleiche gesehen haben (mussten), wurde nicht als einengend empfunden, sondern im Gegenteil: als identitätstiftend. Und wir sind vermutlich die letzten Jahrgänge, die das noch erleben durften. Vielleicht wurde keine Generation vorher und keine nachher stärker durch das Fernsehen sozialisiert als unsere. » mehr...

Die Kanalisation der Welt

Eine Argumentation gegen „betreutes Sehen“
Von Gert Scobel

Das Londoner Science Museum ist ebenso hervorragend wie beliebt – selbst bei Kindern und vor allem bei der im deutschen Fernsehen so heiß umworbenen Zielgruppe der Jugendlichen. Es unterhält einen gut gehenden Museumsladen, in dem sich ein für deutsche Fernsehschaffende geradezu unverzichtbares Souvenir erwerben lässt: Das „Reflect Mouse Pad“ mit dem guten alten deutschen Fernsehtestbild. Nun wissen Medienmacher längst, dass die Maus bis heute nicht nur in der Genetik das Forschungsmodell schlechthin ist. Auch in der eigenen Branche wurde die Maus als Modell für die Generation „Apple Plus“ zum Testfall. Denn die jüngste Generation hat die Maus, wie anscheinend auch das Fernsehen, abgeschafft. Vielleicht gehört auch deshalb beides, Mauspad und Fernsehen, zusammen. Auf der Verpackung des Londoner Science-Museum-Mouse-Pad ist jedenfalls nicht nur zu lesen, wie hervorragend die Qualität dieser speziell für optische High-Tech-Lasermäuse entwickelte Unterlage sei. Sondern auch wie überaus stilvoll und ästhetisch passend. Denn diese Testbild-Mausunterlage und ihre Retro-TV-Grafik sind gemacht worden um uns liebevoll zu erinnern an die Schönheit einer soon-to-be obsolete technology. » mehr...

Login Jahrbuch-Datenbank

Bitte geben Sie Ihre Zugangsdaten ein.

Bestellung Printversion

Exemplar bestellen

Das Jahrbuch Fernsehen 2013 zum Preis von 34,90 Euro (zzgl. 2 Euro Versand).

» zur Bestellung

Letzte Änderung: 28.10.2013 10:30